Kriegerprinzessin: Wonder Woman

Unsere Reise durch die Abenteuer der Kriegerprinzessinnen führt uns direkt in die Welt der Superhelden – und nicht irgendeine sondern DIE Superheldin. Gleichzeitig steckt aber noch soviel mehr in ihr als ass-kicking-superhero, und vielleicht auch eine richtige Kriegerprinzessin? Continue reading

Superheldinnen aus weiblicher Perspektive

Dass Darstellerinnen aus Comics, Filmen und Computerspielen aus Stereotypen bestehen und sexistisch sind, ist nicht neu. Neu ist jedoch die Herangehensweise von Lauren Panepito, die Redesigns dieser Heldinnen von Künstlerinnen sammelte.

Hintergedanke dieser Sammlung ist eine weibliche Perspektive auf das sonst so männlich geprägte Genre zu werfen, ohne jedoch die männliche vollkommen außer Acht zu lassen Continue reading

Kriegerprinzessinnen: Merida

Feurig und ungezähmt ist die dritte Prinzessin. Wenn gleich sie keine Drachen tötet, feindliche Truppen besiegt oder Prinzen rettet, so ist sie doch keine gewöhnliche Disney Prinzessin. Merida ist emanzipiert, geschickt mit ihrem Bogen und natürlich mutig, was letztlich auch zum englischen Filmtitel Brave führte.

Beim Tournier um ihre Hand nimmt sie dann auch gleich selbst teil und gewinnt natürlich. Ihr Freiheitsdrang und ihre Rebellion gegen die Prinzessinnen-Konventionen führt jedoch zum magischen Konflikt der Geschichte. Denn ihre Mutter, Personifikation der traditionellen Werte, wird durch ihre Auflehnung zur Bärin verwandelt. Erst als die Beiden einander verstehen und das Band zwischen Mutter und Tochter wieder geknüpft ist, wird der Zauber gebrochen. Gut dass Merida am Ende nicht einen der Prinzen oder gar den verzauberten Bären-Prinzen heiratet, denn sonst wäre jegliche Emanzipation zu Gunsten der Märchentradition vernichtet worden. So bleibt sie eine moderne Heldin, die zwar zu Kompromissen bereit ist und am Ende Verständnis und Mitgefühl vor ihre eigenen Bedürfnisse stellt, doch ihre Werte nicht verrät.

Die Serie zu Kriegerprinzessinnen geht weiter: Fantaghiró, Mulan, Daenerys, Xena, Brünhild, Leia, Athena, Sailor Moon, Zelda, Taundril, Mononoke, Fiona und Wonder Woman!

Quelle:
Merida. Disney/Pixar, 2012.

Kriegerprinzessinnen: Mulan

Auch wenn sie eigentlich keine Prinzessin ist, ist sie als Heldin der chinesischen Legenden bekannter als ihre Zeitgenossinnen, Regenten oder Krieger: Hua Mulan. Die Grunderzählung kennen wir von Fantaghiró oder anderen Kriegerprinzessinnen: Mädchen verkleidet sich als Krieger an ihres kranken Vaters statt, behauptet sich in der Männerdomäne und rettet das Königreich. Continue reading

Strumpfhosen, Füchse und der Prototyp des selbstlosen Outlaws

Robin Hood – der gesetzlose Held der britischen Sagenwelt steht in unserem nächsten Podcast (29. 12. 14:00) im Mittelpunkt. Er ist auch der wohltätigste Held und passt damit wunderbar in die Zeit im Jahr, in der die westliche Gesellschaft sich der Ärmeren und Schwächeren erinnert und über zahllose Spendenaktionen diesen hilft.

Wir verfolgen den Helden durch die kunterbunten Adaptionen, angefangen von den frühen Balladen über Disneys Fuchs bis zu Hollywoods Blockbuster. Der König der Diebe und seine “Merry Men” werden auf ihren Heldstatus geprüft und genau unter die Lupe genommen. Also alle, die schon als Kinder – oder auch später – mit selbstgebastelten Bogen auf Schurkenjagd gingen, unbedingt reinhören!

Bildquelle: Outlaw: The Legend of Robin Hood von Tony Lee, Sam Hart und Artur Fujita

Bastelanleitungen für X-Men Gadgets

Wie geil ist das denn? Gerade habe ich die Youtube-Serie “DIY X-Men” von Colin Furze gefunden. Hier zeigt der Brite, wie er sich mutantenhafte Gadgets baut und übernatürlichen Spaß hat.

Wolverine

Making of automatisch ausfahrbare Klauen

Spaß als Wolverine

Pyro:
Making of Flammenwerferhände

Burn Motherfucker!!

Magneto:
Making of Magneto-Schuhe

Lernen auf der Decke zu gehen

Weg frei für Magneto!

Marvels Superheldinnen zwischen Erotik und Emanzipation

Marvel Comics stellt sich in den letzten Monaten der zunehmenden Kritik in Bezug auf ihre Superheldinnen. Angefangen hat alles mit den Beschwerden, es gäbe zu wenige weibliche Heldinnen in deren aktuellen Kinofilmen:

Here are all the upcoming movies that have been announced from Marvel from now until 2018: Captain America 2Captain America 3The Amazing Spider-Man 2The Amazing Spider-Man 3, and The Amazing Spider-Man 4, X-Men: The 1970s, X-MenThe 1980s, The Avengers 2Guardians of the GalaxyAnt-Man, and the untitled Fantastic Four reboot.

That’s a lot of tights — but very few women are in them. Female characters will have varying levels of prominence in some of the movies listed above, but there isn’t a single female (or nonwhite) protagonist on that slate.

( Indiewire, 18. 3. 2014 )

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TED – Von Helden und Antihelden

Was für eine wundervolle Reihe: Reading Between The Lines auf TED
Diese drei Videos zeigen sehr verständlich und unterhaltsam unterschiedliche Konzepte zum Thema Helden. Continue reading

MTV Movie Award for Best *Male* Hero

Gestern Nacht wurde Henry Cavill als Clark Kent zum besten Helden mit dem MTV Movie Award gekürt. Als Superheld par excellence ist dies auch kaum verwunderlich. Gewundert habe ich mich nur, dass es noch nie eine Heldin geschafft hat. Diesmal wäre es auch gar nicht möglich gewesen, da die Nominierten alle männlich waren. Gab es in dem letzten Jahr tatsächlich keine herausragenden Heldinnen? Katniss Everdeen aus Hunger Games wäre definitiv eine typische Heldin, doch gewann die Darstellerin bereits in der Kategorie best performance (female) und war bereits einmal nominiert. Ganz allgemein rückblickend waren es tatsächlich sehr traditionelle Heldengeschichten die unsere Kinos präsentierten. Unendliche Remakes und Sequels und alle mit männlichen Hauptrollen…
Abgesehen von diesem Heldinnenmangel, zeigt der Rückblick auf die letzten Nominierungen und Preisträger, dass trotz weiblicher Konkurrenz sich immer die männlichen Rollen durchsetzten. Die “best male heroes” bedienen auch alle Klischees der Heldenstereotype: Superman als Vorzeige Superheld, Bilbo Baggins der Urtyp der Fantasyhelden, Harry Potter als der Zauberheld und zu Beginn Batman der dunkle Vigilant und Rächer. Das kommt beim Publikum besser an als individuelle Heldinnen wie Katniss und Selene (Underworld) oder gar nur Nebenrollen wie Catwoman oder Sue Storm.
Es wird also Zeit auch weibliche Heldinnentypen zu kreieren oder das männliche Stereotyp immer wieder mit großen Heldinnenrollen aufzuweichen. Wo ist eigentlich Superwoman geblieben?

Foto: “Superman” (690 spools of thread) by Devorah Sperber

Heldenprofil: Arrow

become something else
(http://www.imdb.com/title/tt2193021/quotes?ref_=tt_ql_3″)

Das Heldenprofil:

Name: Arrow (Oliver Queen)
Superkraft: keine
Power-Gadget: Pfeil und Bogen
Status: Mensch
Moral: subjektiver Konservatismus
Funktion: Vigilant
Gegner: who have failed the city (die Starling City enttäuschten)
Vorlage DC Comics: Green Arrow

 
Die TV-Serie auf VOX erzählt die Geschichte von Oliver Queen, der als Millionärssohn auf einer Insel strandet und sich dort zur Kampfmaschine “schmiedet”, um die Vergehen seines Vaters zu sühnen. Wieder zurück tötet er als sein geheimes Alter Ego Korrupte und Kriminelle. In den bisher ausgestrahlten Episoden durchläuft er mehrere Heldentypen in ihrer Reinform:
Celebrity und Frauenheld:
Vor dem Schiffbruch und als offizielle Identität war/ist Oliver ein Millionärssohn und Promi. Er feiert exzessiv und erfreut sich an Models und Schönheiten. Seine einzige feste Freundin, Laurel, betrügt er mit ihrer eigenen Schwester, was ihn als einen moralisch verwerflichen, beziehungsunfähigen Macho charakterisiert.
Dieser Teil wird jedoch durch die dramatischen Ereignisse erschüttert und er erkennt auf einmal die große “Liebe” für sie. Dies hält ihn jedoch nicht davon ab noch andere Frauen zu beglücken: Shado, McKeena Hall, Helena Bertinelli und Isabel Rochev. Sein sexuell-aufreizendes Auftreten (enge Lederhose, meist oben ohne) zieht nicht nur die weiblichen Figuren in ihren Bann, sie soll wohl auch die ZuschauerInnen ansprechen. Und so sieht man mindestens 2 Mal in jeder Episode Oliver halbnackt und verschwitzt seine Muskeln präsentieren.
Überlebenskampf und militanter Actionheld:
Auf der Insel wird Oliver zu einer Mischung von Robinson Crusoe und Rambo. Die Parallelen zu beiden Heldenklassikern sind zahlreich.
Robinson Crusoe: Schiffbruch, “eingeborener” Freund, Piraten, der Kampf gegen die Inselbewohner (Militär/Kannibalen), …
Rambo: Folterszenen und Gefangenschaft, Verrat, Veteranenproblematik, Killermaschine, politische Intrigen, Liebe zur Verbündeten, …
Allen drei ist eines gemein: Um zu Überleben muss man töten.
In dieser Zeit verändert sich Oliver zum misstrauischen, gebrochenen, rachsüchtigen, gestählten Killer und Psychopathen, was er in der bisher ausgestrahlten Serie auch nur gering ablegt. Hier bekommt er auch seine neue Identität als er “the hood” und den Bogen seines Freundes übernimmt.
Vigilant
Dieses Doppelleben als Vigilant – Selbstjustiz verübender Killer – ermöglicht Oliver die Liste seines Vaters voller Korrupter “abzuarbeiten und gleichzeitig ein normales Leben als Sohn, Bruder, Freund oder Liebhaber zu führen. Dies erinnert an die vielen Comichelden. Doch im Gegensatz zu den Superhelden ist er ein Mann bar jeglicher übernatürlichen Kräfte. Da er außerhalb des Gesetzes die Bösen zur Strecke bringt, gerät er in Konflikt mit der Polizei, deren Vertrauen er jedoch nach und nach durch seine Taten gewinnt. Wie in der ersten Staffel oft erwähnt, muss er mit den berechtigten Vorwürfen gegenüber einen Vigilanten und Killers leben, z.B. dass er nicht alleine über die Schuld oder Strafe – meist sogar Todesstrafe – eines Menschen entscheiden darf. Auch wenn er anfangs seinen Opfern eine zweite Chance gibt, handelt er nach seinen eigens geschaffenen Moralsystem, welches oft von seiner Umgebung aber auch von ihm selbst in Frage gestellt wird. Besonders da er auch in seinem normalen Leben als Oliver, immer mehr den Eindruck eines traumatisierten, asozialen Psychopathen macht, dessen Menschenkenntnis, Einschätzungsvermögen und Realitätswahrnehmung oft getrübt sind.
Als sein Ruhm auch Nachahmungstäter hervor ruft, die er auch hinrichtet, gerät das Konzept der Selbstjustiz durch sich selbst ins Schwanken. Denn warum ist der eine Vigilant im Recht und der andere nicht?
Viele direkte und indirekte Verweise spielen auf den bekanntesten aller Vigilanten an, Robin Hood. Aus den zahlreichen Adaption der legendären Gestalt hat “The Hood” viel übernommen. Er straft die Reichen und gibt den Armen, jedenfalls in den ersten Folgen. Seine Waffe ist der Bogen und sein Outfit ist grün. Aber abgesehen von diesen offensichtlichen Parallelen, die auch im Comic erhalten sind. Ist er auch ein Patriot, der für eine “bessere” Heimat kämpft. Sein Gegner ist der Sheriff/Detective, der sich auch zwischen ihn und seine Liebe stellt. Doch mit der zweiten Staffel verschwinden die Anspielungen und die Ausprägung eines Sozialrevolutionärs.
Pazifistischer Moralist
Anstatt dessen tritt ein neuer Heldentypus – der von konservativer Moral getriebene Retter: Er versucht anstatt seine Gegner zu töten, sie der Polizei auszuliefern. Er beginnt sich um seine Familie, Freunde, die Opfer des Erdbebens und das Familienunternehmen zu kümmern. Vor allem als Oliver wird er fast zu einem karitativen Helden. Selbstlosigkeit und Aufopferung werden zu den Heldeneigenschaften mit höchster Wertigkeit. So reflektiert auch ein Voice Over des Specials zur ersten Staffel: „True Heroism is sacrifice. The real heroes are the ones that give up the most.“
So leidet Arrow – kurz, undramatisch und kaum überzeugend – am Tod seines Vaters und seines besten Freundes, der Zurückweisung von seiner Liebe, den Ereignissen der “hellish island”, der Fehlbarkeit seiner eigenen Familie und natürlich an den eigenen Fehlern seiner Vergangenheit.

Fazit:
So bleibt die Frage, die sich Oliver selbst oft nicht beantworten kann: Welcher Held ist er nun? Stephen Amell, Darsteller von Oliver Queen, äußert sich in einem Interview, dass die Figur mehrere Persönlichkeiten vereine: “There’s Queen the casual playboy; Queen the wounded hero; Queen the brooding Hamlet; Queen the lover; Queen the man of action, and so on.” (Strachan, Alex (October 11, 2012). “Stephen Amell brings Arrow to small screen.“) Dem stimme ich zu. Die Serie versucht durch Arrow und auch die anderen ProtagonistInnen viele – wenn nicht sogar alle – Heldentypen durchzuexerzieren. Dabei greift sie deren Klischees auf und problematisiert deren Schwächen durch die Handlung oder die Dialoge.
Oliver konstatiert selbst: “Ich bin gar kein Held.” Doch diese falsche Bescheidenheit konnte bisher nicht bestätigt werden. Im Gegenteil! Durch die unterschiedlichen Heldenfacetten und schnellen Wechsel von einem zum nächsten Stereotyp verliert er zwar an Fokus, Tiefe und teilweise psychologischer Authenzität, doch führt er als Seltenheit der Heldengeschichten alle Helden in einer Person zusammen und
becomes something else…