Million Ways To Deconstruct the Wild West Hero

Der Wilde Westen hat sie geboren, die Revolverhelden Amerikas. Sie sind unerschrockene, harte Männer, die nicht zögern ihren Colt zu ziehen, um Gerechtigkeit in eine klar in Gut/Böse strukturierte Welt zu bringen.  Sie sind keine Baby-Face-Schönlinge, die sich mit vielen Gadgets oder gar smarten Tricks behaupten… Nein ihnen erkennt man schon von weiten an, dass sie unzählige Abenteuer und Salonschlägereien hinter sich haben.

A Million Ways To Die In The West zeigt einen ganz anderen Lonesome Sheepboy. Albert Stark – Ich muss immer an Eddard Stark aus The Song Of Ice And Fire denken. Ob das ein Zufall ist? Ich denke nicht, denn er ist der Parade-Held des ersten Bands bzw der ersten Season. Aber in dem von Intrigen und Verbrechen berstenden Westeros wird ihm seine hohe Moral schnell zum Verhängnis.

Von Westeros zurück zum Wilden Westen. Auch hier sterben die Menschen am laufenden Band weg, doch hier ist es die ganz harte Realität dieser Zeit die Millionen von Todesarten anbietet: von Krankheiten, Gewalt und dubiosen, medizinischen Praktiken bis zu einem Jahrmarktbesuch – denn “people die at the fair”. Als friedliebender Nerd hasst Albert den Westen und teilt dies auch gerne seinen Mitmenschen mit:

I’m not the hero. I’m the guy in the crowd making fun of the hero’s shirt; that’s who I am.

Ganz anders als A Game of Thrones-Eddard oder die Revolverhelden verspürt Albert nicht das geringste Bedürfnis die Ungerechtigkeiten und Widerwärtigkeiten seiner Umgebung zu ändern, weicht ihnen aus und will letztlich auch davor fliehen. Doch durch ein paar impulsive Aktionen, wie das Retten einer Fremden, verstrickt ihn der Wilde Westen schnell in seine Story-Strukturen: Bösewicht muss im Duell besiegt werden. Continue reading