Heldenprofil: Ellen Ripley

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You’ve been in my life so long, I can’t remember anything else.

 

Das Heldenprofil:

Name: Lt. Ellen Ripley
Superkraft: ab Resurrection: die eines Aliens
besondere Waffe: Mut und Beharrlichkeit
Status: Warrant Officer
Moral: Allein gegen alle
Funktion: Die Welt von den Aliens befreien
Gegner: Xenomorph X121, auch: Alien

Es war Sigourney Weavers Paraderolle, die Ridley Scott mit Alien (1979) geschaffen hatte: Ellen Ripley, eine starke Frauenfigur im bis dato Männer dominierenden Actionfilm-Genre. Ihre Mission, die Alien unschädlich zu machen, erfüllt sie mit unbeirrbarer Konsequenz. Aus der anfänglichen Angst wird Mut, aus der Unsicherheit Entschlossenheit. Diese Entwicklung setzen James Cameron in Aliens (1986) und David Fincher in Alien3 (1992) fort, wo klar wird, dass nicht nur die vom Neo-Surrealisten H.R. Giger entwickelten grausigen Wesen sich ihr in den Weg stellen, sondern auch der Menschen selbst. Ripley, die zu diesem Zeitpunkt ein Alien in sich trägt, der erforscht und als biologische Waffe verwendet werden soll, lässt sich in einen Schmelzofen fallen.

Jean-Pierre Jeunet geht im vierten Teil der Filmreihe noch einen Schritt weiter. Er lässt Ripley in Alien: Resurrection (1997) ein ambivalentes Verhältnis zu der Species angedeihen: geklont, und die neue Königin in sich tragend, hat sie die Kraft und die Sinne eines Aliens und entwickelt eine besondere Form der Empathie für die Wesen, die sie einst ausrotten wollte.

Eine gelungene Filmreihe, die eine besondere Entwicklungsgeschichte erzählt, in der eine Frau als Actionheldin über sich hinaus wächst – leider auf Kosten der männlichen Protagonisten, die allzu oft ziemlich dumm da stehen.

 

Bild: http://www.robots-and-dragons.de/

 

 

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