Kriegerprinzessinnen: Mulan

Auch wenn sie eigentlich keine Prinzessin ist, ist sie als Heldin der chinesischen Legenden bekannter als ihre Zeitgenossinnen, Regenten oder Krieger: Hua Mulan. Die Grunderzählung kennen wir von Fantaghiró oder anderen Kriegerprinzessinnen: Mädchen verkleidet sich als Krieger an ihres kranken Vaters statt, behauptet sich in der Männerdomäne und rettet das Königreich. Continue reading

Kriegerprinzessinnen: Fantaghiró

Ihr kennt sie alle die schönen Prinzessinnen aus unzähligen Märchen und Legenden. Stets in Gefahr, gerettet von stolzen Rittern in strahlenden Rüstungen und mehr oder weniger freiwillig verheiratet. Ich möchte euch doch von ganz anderen Prinzessinnen erzählen:

Es waren einmal in fernen Ländern und Zeiten fünf Prinzessinnen. So tapfer, mutig und heldenhaft wie sonst kein Mann weit und breit.

fanta Fantaghiró hieß die erste –in einem Cross-Dressing-Wechselspiel rettet sie Königreiche, gewinnt das Herz ihres Prinzen und in der Märchenverfilmung besiegt sie noch die schwarze Hexe, Tarabas und die Fantasy-Version von Darth Vader, Darken.

Besonders in der zugrunde liegenden toskanischen Fabel, nacherzählt von Italo Calvino, ist ihre besondere Stärke sich wie ein Mann zu verhalten. Denn erst nach unzähligen Proben ihrer Männlichkeit wird sie als ehrwürdiger Gegner anerkannt. Besonders amüsant ist der Konflikt des Prinzen, der sich in die “bella persona” verliebt und zwischen Unglauben und Männerliebe hin und her gerissen ist. Die Filmserie ergänzt dieses Bild mit Kampfszenen, Überlistungen und ihrer hohen Moral, so dass Prinz Romualdo neben ihr zu Remoulade wird. Dazu kommt die Verdrehung von altbekannten Stoffen, so küsst sie ihr männliches Dornröschen aus dem Zauberschlaf.

Weiter geht’s mit Merida, Xena, DaenerysMulan, BrünhildLeia, Athena, Sailor Moon, Zelda, Taundril, Mononoke, Fiona und Wonder Woman!

Quelle:
“Fantaghirò Persona Bella” In: Fiabe italiane von Italo Calvino. Einaudi, 1956.
“Fantaghirò” Lamberto Bava. Reteitalia, 1991-96.

Foto: Diadem von Miss Hemmert und Hintergrund von Daniel via Flickr

Strumpfhosen, Füchse und der Prototyp des selbstlosen Outlaws

Robin Hood – der gesetzlose Held der britischen Sagenwelt steht in unserem nächsten Podcast (29. 12. 14:00) im Mittelpunkt. Er ist auch der wohltätigste Held und passt damit wunderbar in die Zeit im Jahr, in der die westliche Gesellschaft sich der Ärmeren und Schwächeren erinnert und über zahllose Spendenaktionen diesen hilft.

Wir verfolgen den Helden durch die kunterbunten Adaptionen, angefangen von den frühen Balladen über Disneys Fuchs bis zu Hollywoods Blockbuster. Der König der Diebe und seine “Merry Men” werden auf ihren Heldstatus geprüft und genau unter die Lupe genommen. Also alle, die schon als Kinder – oder auch später – mit selbstgebastelten Bogen auf Schurkenjagd gingen, unbedingt reinhören!

Bildquelle: Outlaw: The Legend of Robin Hood von Tony Lee, Sam Hart und Artur Fujita

Heldenprofil: John McClane

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Yippee-ki-yay, motherfucker.

 

Das Heldenprofil:

Name: Det. John McClane
Superkraft: seine coolness
Power-Gadget: Baretta 92
Status: New York Cop
Moral: 80’s Hardboiled Detective
Funktion: alle retten
Gegner: Terroristen
Tod nicht absehbar

Hardboiled Detective ohne Hut

Jeder kennt sie, jeder liebt sie und für manche sind sie die besten Weihnachtsfilme aller Zeiten: die Die Hard-Filme mit Bruce Willis. Was macht diesen Actionhelden aus? Er raucht Kette, liegt im Dauerclinch mit seiner Frau, schert sich nicht um Autoritäten und ist auch sonst kein angenehmer Zeitgenosse. Vielleicht ist es seine Art, die Dinge anzugehen. Allzeit bereit, den Karren aus dem Dreck zu ziehen, fällt es ihm nicht einmal auf, dass er keine Schuhe anhat, wenn das Böse wieder mal an die Türe klopft. In alter zynischer hardboiled-Manier löst er jedes Problem und wird durch die emotionale Komponente (die Aussichtslosigkeit, sich mit seiner Frau richtig zu versöhnen) ein geschliffener Charakter.

Fazit: Was wäre McClane ohne Witz und Emotionen? Nur ein weiterer (Asphalt)Cowboy, zu dem der weihnachtliche Background nicht so recht passen würde. Das letzte, was er möchte, ist ein Held zu sein. Aber dazu müsste er sich weniger Mühe geben.

 

Bild:  http://bit.ly/1sr0MYz

Heldenprofil: Beatrice Prior

Das Heldenprofil:

Name: Beatrice Prior (Tris)
Superkraft: reine Gene
Power-Gadget: keines
Status: Mensch
Moral: christlich
Funktion: Rebellin > Märtyrerin
Gegner: Jeanine Matthews und Bureau of Genetic Welfare
Bücher: Veronica Roth: Divergent, Insurgent & Allegiant

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Von Flipper bis zum Lawinenspürhund: unsere tierischen Helden

flipperIch freue mich, euch unser neuestes Podcast-Thema vorzustellen! Am Samstag wird wieder aufgenommen und diesmal dreht sich alles um tierische Helden. Von Geschichten und Serien der Populärkultur bis zum tierischen Alltagsheld wird alles vertreten sein! Besonders spannend wird die Frage, warum nur bestimmte Tiere für uns Menschen ins Heldenbild passen. Welche Eigenschaften haben sie, was unterscheidet sie von menschlichen HeldInnen? Welche Tiere sind mit welchen besonderen Attributen (in unseren Köpfen) ausgestattet?

Ihr seht, es wird spannend – und wir können es kaum erwarten, los zu legen!

Bis dahin könnt ihr euch ja die eine oder andere Stunde mit einer Flipper-Folge versüßen:

They call him Flipper, Flipper, faster than lightning,
no-one you see is smarter than he,
and we know Flipper lives in a world full of wonder,
flying there under, under the sea!

Bastelanleitungen für X-Men Gadgets

Wie geil ist das denn? Gerade habe ich die Youtube-Serie “DIY X-Men” von Colin Furze gefunden. Hier zeigt der Brite, wie er sich mutantenhafte Gadgets baut und übernatürlichen Spaß hat.

Wolverine

Making of automatisch ausfahrbare Klauen

Spaß als Wolverine

Pyro:
Making of Flammenwerferhände

Burn Motherfucker!!

Magneto:
Making of Magneto-Schuhe

Lernen auf der Decke zu gehen

Weg frei für Magneto!

Luc Bessons Heldinnen

 

lucy

We’ve codified our existence to bring it down to human size, to make it comprehensible, we’ve created a scale so we can forget its unfathomable scale.

Mathilda, Leeloo und jetzt Lucy: Luc Bessons neuester Film zeigt uns wieder die Frau als zentrales Schlüsselelment und starke Heldin, die ihr Schicksal in die Hand nimmt. Entwicklung und Evolution stehen dabei im Vordergrund: Zu Mathilda, die sich von Léon zur Profikillerin ausbilden lässt und Leeloo, die als Fünftes Element die Welt rettet, gesellt sich nun Lucy, die wahrscheinlich einzige authentische Antwort auf so viele Superheldenfilme, die das aktuelle Kino derzeit ausspeit.

Nicht Held vs. Bösewicht und der altbewährte Kampf Gut gegen Böse steht hier im Mittelpunkt; auch nicht das Verbergen eines Doppellebens, sondern das Motiv des Antihelden: Rache und Überleben, mit einer möglichst ausdruckslosen Mimik. Wie Spiderman von einer Spinne gebissen wird, kommt es auch bei Lucy zu einer ungewöhnlichen Mutation durch ein Säckchen voller Drogen (CPH4), das in ihrem Bauch transportiert werden soll und reißt. Plötzlich kann sie mehr und mehr Hirnkapazität nutzen und entwickelt ungewöhnliche Kräfte.

Immer wieder kehrende Tieranalogien bringen dem Zuschauer das Grundthema des Films näher: Evolution. Selbst Lucys Name ist nicht zufällig gewählt, gilt doch das gleichnamige Skelett eines Australopithecus afarensis als Mutter der Gattung Homo. Morgan Freeman als betagter Wissenschaftler führt in die Welt der Neuronen und Hirnströme ein und stellt die Frage, was passieren würde, wenn der Mensch mehr als (Mythos oder nicht sei hier dahingestellt) die üblichen zehn Prozent seines Gehirn nutzt – was Lucy auch gelingt. Ihre Rache gegen jene, die ihr all das angetan haben, folgt auf dem Fuß: Zur Melodie des Mozart Requiem konfrontiert sie den Verantwortlichen, dem langsam klar wird, dass er wie Frankenstein seinem Monster gegenübersteht und eine wilde Verfolgungsjagd beginnt.

Luc Besson liefert hier einmal mehr eine beeindruckende Evolution auch innerhalb des Films: Vom Partygirl zur mutierten Antiheldin (mit ansehnlichem Drogenfahnder als Sidekick) zum Schlüsselelment des Wissens über Raum und Zeit.

 

Aufruf: iTunes Abo erneuern

Nach langem hin und her Schreiben mit den Apfelleuten und dem kläglichen Scheiter des deutschen Supports, konnte schließlich ein super freundlicher Amerikaner das Problem mit unserem iTunes-Feed lösen.

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Marvels Superheldinnen zwischen Erotik und Emanzipation

Marvel Comics stellt sich in den letzten Monaten der zunehmenden Kritik in Bezug auf ihre Superheldinnen. Angefangen hat alles mit den Beschwerden, es gäbe zu wenige weibliche Heldinnen in deren aktuellen Kinofilmen:

Here are all the upcoming movies that have been announced from Marvel from now until 2018: Captain America 2Captain America 3The Amazing Spider-Man 2The Amazing Spider-Man 3, and The Amazing Spider-Man 4, X-Men: The 1970s, X-MenThe 1980s, The Avengers 2Guardians of the GalaxyAnt-Man, and the untitled Fantastic Four reboot.

That’s a lot of tights — but very few women are in them. Female characters will have varying levels of prominence in some of the movies listed above, but there isn’t a single female (or nonwhite) protagonist on that slate.

( Indiewire, 18. 3. 2014 )

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